Ende einer Ära
Wo bis vor kurzem noch die Turnhalle des Friedrich-Spee-Gymnasiums (FSG) stand, liegt jetzt nur noch Schutt. Davor steht ein Bagger, der dafür sorgt, dass in den kommenden Monaten nichts mehr von dem Schulgebäude aus den 1950er-Jahren übrigbleiben wird. An gleicher Stelle wird ein moderner Neubau entstehen.
Entkernung abgeschlossen.
Nachdem das Gebäude in den vergangenen Monaten gründlich entkernt wurde, hat vor wenigen Tagen der harte Abriss begonnen. Den Anfang machen die Turnhalle sowie die Mensa. „Aufgrund der Größe des Schulgebäudes wird der Abriss einige Monate dauern. Wir rechnen damit, dass die Arbeiten wie geplant bis Sommer andauern werden“, erklärt Jan Butzheinen-Denkewitz von der Gelderner Baugesellschaft (GBG), die das Projekt betreut. Das FSG-Neubauprojekt ist das bis dato größte der Gelderner Schulneubau-Projekte, die im Rahmen der Modernisierungs-Offensive in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden.
Letzter Rundgang durch das Gebäude
Kurz bevor der endgültige Abriss begonnen hatte, nutzten auch die Mitglieder des Gelderner Stadtrates noch einmal die Gelegenheit, in Begleitung der GBG ein letztes Mal die Schule von innen zu besichtigen. Dabei begegneten ihnen vor allem Berge von alten, demontierten Heizungen, herausgerissenen Decken-Dämmmaterial und halb eingerissene Wände, die im Rahmen der Entkernung nach und nach zusammengetragen wurden. Vieles erinnert an einen sogenannten „Lost Place“. Während des Rundgangs informierten Jan Butzheinen-Denkewitz und Kathrin Beyer von der Gelderner Baugesellschaft sowie GBG-Geschäftsführer Thomas Mutz über den aktuellen Stand der Arbeiten.
Warum ein Neubau nötig ist
Mit dem harten Abriss ist ein bedeutender Schritt hin zum neuen Schulgebäude begonnen. Das zuständige Architekturbüro ,Hausmann Architekten` aus Aachen war in der Planungsphase nach umfassender Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Komplett-Neubau die sinnvollste Variante ist. Aufgrund des Alters des FSG- Gebäudes hätte es bei einer Sanierung unter anderem viele bautechnische Unwägbarkeiten gegeben, beispielsweise bei der Abdichtung des Gebäudes, der Installation einer neuen Lüftungsanlage oder bei der Dämmung der Gebäudehülle.
„Bei der Entkernung hat sich nochmal gezeigt, dass diese Entscheidung vollkommen war“, erklärte Bürgermeister Sven Kaiser. „Die verwendeten Materialien waren teilweise schadstoffbelastet, ganz abgesehen davon, dass kaum Dämmung vorhanden war. Wir hätten von der vorhandenen Substanz kaum etwas erhalten können“
